Friedrich Ludwig Schröder

Friedrich Ludwig Schröder (geboren am 3. November 1744 in Schwerin; gestorben am 3. September 1816 in Rellingen) war ein deutscher Schauspieler, Dramatiker und Theaterdirektor.

Der große Reformator Friedrich Ludwig Schröder trat erfolgreich für die Vereinfachung und Entmystifizierung der Freimaurerei ein, und reformierte, indem er alle Hochgrade eliminierte, System und Rituale nach dem altenglischen Ritus.

1801 war die 'Schrödersche Lehrart' von seiner Großloge und 1816 bereits von 33 Logen unter drei weiteren Großlogen angenommen worden.

Schröder war aber nicht nur Reformator (System und Engbund) sondern auch ein Vereiniger der Freimaurerei (Großlogenverein).

Durch seine große Akzeptanz prägte das Schrödersche System die humanitäre Freimaurerei maßgeblich.

Seit dem 18. März 1803 arbeitet die Loge " Zu den Drei Pfeilen" mit einer kurzen Unterbrechung nach dem "Schröder Ritual" - als einzige Loge in Bayern und eine von 31 Logen in Deutschland.


 

Friedrich Ludwig Schröder Als Reformer der Freimaurerei begründete er ein eigenes Ritualwerk, die sogenannte "Schrödersche Lehrart",die auch von der Loge "Zu den Drei Pfeilen" gepflegt wird.

Reformer der Freimaurerei

Bereits im Jahr 1774 war Schröder auf Vorschlag Johann Christoph Bodes in der Hamburger Freimaurerloge Emanuel zur Maienblüte initiiert und aufgenommen worden, wo er 1775 den Meistergrad erhielt und zu deren Meister vom Stuhl er 1787 benannt wurde.

1792/93 wurde er Mitglied der Loge 'Einigkeit und Toleranz'.

Im Jahr 1795 wurde auf sein Wirken hin das Freimaurerkrankenhaus in Hamburg eröffnet.
1811 regte er an, dass sich die Große Loge von Hamburg als eigenständige Großloge etablieren solle, der er dann von 1814 bis zu seinem Tod als Großmeister vorstand.

Neben seinem Engagement in der Loge Emanuel zur Maienblüte gründete Schröder auch eine eigene Winkelloge Elise zum warmen Herzen, die hauptsächlich für Schauspieler gedacht war und bis 1777 bestand. Er war Mitbegründer des 'Engbundes' und Mitarbeiter am 'Bund der deutschen Freimaurer' und später am 'Bund der Einverstandenen'. Um Anfang 1800 wurde er schließlich der entscheidende Reformer der maurerischen Ritualistik in Zusammenarbeit mit den Freimaurerbrüdern Johann Gottfried Herder, Johann Wolfgang von Goethe, Carl Leonhard Reinhold und Christoph Wilhelm Hufeland.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatte sich mit der sogenannten „Strikten Observanz“ ein komplexes System von hierarchischen Abstufungen in der europäischen Freimaurerei, angelehnt an die englische Lehrart mit Hochgradsystem, etabliert.

Zu Beginn der 1780er Jahre begann eine Gegenbewegung einzusetzen, die sich wieder auf das alte Ritual der drei Grade (Lehrling – Geselle – Meister) besann.

Da die alten englischen Originaltexte jedoch verlorengegangen waren, machte man sich daran, die Rituale zu rekonstruieren.
Hierbei kommt Schröder ein besonderes Verdienst zu.
Als historischer Autodidakt sammelte er Materialien zur Geschichte der Freimaurerei seit ihrer Entstehung bis 1723, die er im Jahr 1815 veröffentlichte.

Aufgrund dieser Studien schuf er deutsche Rituale für die drei Grade, die noch heute als Schrödersche Lehrart in Gebrauch sind und sich durch ihre schlichte Klarheit und rituelle Dynamik, sowie einem Bekenntnis zur „Idee des Republikanismus“ auszeichnen.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf.


 

Freimaurerische Arbeit im 18. Jahrhundert

Verbreitung der Schröderischen Lehrart

Aktuelle Verbreitung weltweit

Deutsche Schröderlogen sind in der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.) vereinigt.
Derzeit arbeiten in Deutschland 31 Freimaurerlogen und damit über ein Zehntel aller deutschen Freimaurer nach dieser Lehrart.

Auch in anderen europäischen Ländern, besonders in der Schweiz, gibt es vereinzelt Schröderlogen.

In Österreich arbeiten die deutschsprachigen Logen der Großloge von Österreich nach einem modifizierten Schröder-Ritual.

In Brasilien sind es inzwischen über 100 Logen, darunter 20 alleine in Porto Alegre, Hauptstadt des Staates Rio Grande do Sul im Süden von Brasilien.
Die schrödersche Loge Zur Eintracht wurde 1874 am 24. Dezember vom Journalist Karl Von Koseritz gegründet, und arbeitet bis heute noch in deutscher Sprache.

Viele Wesenszüge des Rituals gingen in die Lehrart A.F.u.A.M. ein.

In Chile arbeiten ebenfalls Logen auf deutsch nach dem Schröderritual. Während des NS-Regimes wanderten Brüder der Landesloge von Hamburg in die chilenische Hafenstadt Valparaíso aus und gründeten auch dort Logen der Schröderschen Lehrart.

Nach dem Krieg hatten sich die Ritualtexte der einzelnen Schröderlogen auseinanderentwickelt und von den historischen Vorbildern entfernt.
Die Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.) gebot dieser Entwicklung des Schröderrituals im Jahre 2005 Einhalt.

In Zusammenarbeit mit allen Schröderlogen erarbeitet sie aktuell auf der Grundlage des - in Kopenhagen wieder aufgefundenen und daher im Original vorliegenden - Rituales von 1816 eine für alle verbindliche Fassung.


Textquelle: FreimaurerWiki